Wie können wir zusammen kommen?

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Es ist soweit: Die Uraufführung der Gesellschaftsinszenierung zur Frage "Was ist maßvoll?" in Nürnberg!

Nehmen Sie an der Veranstaltung "Was ist maßvoll?" in der Katharinenruine teil

ist das Mass voll

 

WIR-ICON-QUESTIONMARK

  • Wann ist das Maß voll?
  • Wie bleiben wir aufnahmefähig?
  • Was ist verhältnismäßig?
  • Woraus können wir schöpfen?
  • Wie kommen wir von einem ge-füllten zum er-füllten Zustand?

Facts & Stories

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Wie entsteht ein „Wir“, das Verschiedenheit und Gemeinsamkeit verbindet? Anknüpfend an die Redewendung „Das Maß ist voll!“ liegt der Fokus auf der Frage, was überhaupt maßvoll bzw. verhältnismäßig ist. Unter dem Hashtag #masshalten stoßen wir den Dialog darüber an, wie man Brücken zwischen verschiedenen Meinungen, Bedürfnissen und Wertevorstellungen schlagen kann und was es dafür braucht.

Take Action

„Das Maß ist voll! – Was ist maßvoll?“ Was meinst du? Was ist das richtige Maß? Wie kann man maßhalten? Und warum überhaupt „Maßhalten“? Woraus können wir schöpfen?
Passend zur Frage produzieren wir derzeit eine Sonderedition von 500 Bier-Krügen mit dem Aufdruck „Das Maß ist voll! – Was ist maßvoll?“ und dazugehörige Bierfilz, die darauf warten, von euch beschriftet zu werden! Teilt eure Antworten mit uns und mit der Welt.
Im Juni 2021werden die Krüge und Bierfilzl mit euren Antworten ausgestellt. Wer sich beteiligen will, bekommt einen Bierkrug und auch Bierfilze von uns zugeschickt – und wird mit seinen gestalteten Bierfilzen dann ausgestellt. Weitere Informationen findet ihr hier.

 

Ist das Maß voll - alle Krüge

Ist das Maß voll - Bierdeckel

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Wenn wir wissen, was uns als Gesellschaft zerreißt, können wir sie heilen. Wie können moderne Gesellschaften zusammenfinden und das Kunststück "Gemeinschaft" trotz der Herausforderung der Zeit gelingen? Herzlich Willkommen und mach mit beim Dialog "Wer sind Wir?".

      Was wäre Anreiz genug, um für mich zu sorgen?

Alter

Questions related to this item

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  • Wie möchtest du mit älteren Menschen umgehen?
  • Wie möchtest du später behandelt werden, wenn du ein gewisses Alter erreicht hast?
  • Wie entsteht Fürsorge?
  • Was wäre Anreiz genug, um sich zu kümmern?

Facts & Stories

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1. Ausgrenzung

 

„Ich war entkoppelt vom letzten Drittel des Lebens, wie es wohl viele sind in dieser Gesellschaft, in der die Jungen oft zum Arbeiten in die Städte gehen und das Alter in seinen Häusern in Dörfern und Vororten zurückbleibt, vor dem Tod vielleicht noch ein Zwischenstopp im Heim oder der Residenz.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes schreibt, dass jede fünfte Person Diskriminierung aufgrund des Alters erlebt oder erlebt hat. Sie beschreibt die nachteilige Behandlung von Personen aufgrund des Alters ohne einen anderweitigen Grund. „Häufig steht hinter der Benachteiligung die Annahme, dass Menschen aufgrund ihres Lebensalters bestimmte Fähigkeiten entweder noch nicht oder nicht mehr besitzen." Altersdiskriminierung schränkt Möglichkeiten der Teilhabe, des selbstbestimmten Handelns, die Mobilität und Gestaltungsspielräume im Allgemeinen ein. Subjektiv trägt sie zum Erleben von Isolierung, Einsamkeit, Verunsicherung und zur Wahrnehmung bei, mit dem Alter abgeschoben und nicht mehr wertgeschätzt zu werden. Sie zeigt sich in Form von Kommentaren, altersbegrenzenden Regeln, Vorschriften und Kriterien.

Quelle: Antidiskriminierungsstelle

 

2. Zusammenkommen

 

"In 2020 sind zwei große Modellvorhaben gegen Einsamkeit gestartet, die sich in ihrem Spektrum ergänzen und dazu beitragen, ältere Menschen in ihrem selbstständigen und gleichberechtigten Leben in der Gesellschaft zu unterstützen. Hierbei ist der Auf- und Ausbau von regionalen Kooperations- und Vernetzungsstrukturen für mehr Teilhabemöglichkeiten zentral. Zum einen wird bis 2024 ein Projekt des Malteser Hilfsdienstes unterstützt: "Miteinander – Füreinander; Kontakt und Gemeinschaft im Alter". Damit sollen an mehr als 110 Malteser-Standorten besonders hochaltrige Seniorinnen und Senioren erreicht werden. Die neuen Besuchsangebote sind wertvolle Brücken in die Gemeinschaft."

"Zum anderen werden seit Oktober 2020 für zwei Jahre 29 Modellprojekte gefördert, die ungewollter Einsamkeit entgegenwirken. Es ist das erste mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützte Programm dieser Art und richtet sich vorrangig an ältere Beschäftigte ab 60 Jahre, die aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Ziel ist es nicht nur, sozialer Vereinsamung vorzubeugen, sondern auch die finanzielle Absicherung im Alter zu stärken und die Weichen für ein aktives und selbstbestimmtes Leben im Alter zu stellen."

Mit dem Bundesprogramm "Mehrgenerationenhaus. Miteinander - Füreinander" fördert das Bundesseniorenministerium aktuell bundesweit rund 530 Mehrgenerationenhäuser. Diese sind Begegnungsstätten für Jung und Alt, die unter anderem das selbstbestimmte Leben im Alter fördern.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Wie möchtest du mit älteren Menschen umgehen? Wie möchtest du später behandelt werden, wenn du ein gewisses Alter erreicht hast? Wie entsteht Fürsorge? Was wäre Anreiz genug, um sich zu kümmern?

 

Take Action

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Was offenbart sich im zweiten Blick, wenn wir die Vor-Stellung vom Anderen, das Vor-Urteil (auch gegenüber sich selbst) überwinden? Was sagen mir die leisen Töne? Wie viel Achtsamkeit braucht ein Augenblick, braucht dieses Gespräch, um besser zu fühlen, zu sehen, zu verstehen…?

 

      Wer sind wir?

alle

Facts & Stories

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Wer sind WIR?

 

Wer sind wir also? - Sind wir „die Deutschen“, „Europäer“, „ein Haufen Individualisten“,
„ein Volk mit Vergangenheit“, „freie Bürger*innen“, „Demokrat*innen“, „eine Aufnahmegesellschaft“?

 

Was trennt uns voneinander? Wie kommt es zu Spaltungen in der Gesellschaft? Was braucht es, damit wir uns
mit dieser Gesellschaft identifizieren? Und was bringt uns dazu, Brücken über Gräben zu bauen?

 

Hinter der Suche nach dem WIR in einer Gesellschaft stehen Fragen, die sich um Macht, Eigennutz, Selbstschutz, Selbstwirksamkeit oder umgekehrt um den Schutz der Schwachen und der Menschenrechte, um Solidarität und die Konzentration aufs Wesentliche oder die Kraft der Gegenwart für eine Zukunft drehen.

 

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Also:

Wo beginnt die Ein- und wo die Unterordnung?

Welchen Zweck haben Regulierungen und Kategorien?

Was bedeutet es, sich an Werten zu orientieren?

Wie viel Ordnung und wie viel Chaos brauchen wir?

Wie wichtig ist Kreativität?

Sind wir noch aufnahmefähig?

 

Antworten sind nie endgültig und müssen immer hinterfragt werden dürfen.
Es ist ein ewiger Kreislauf: Wir erwerben Wissen, wir reflektieren und hinterfragen, um schließlich ins Handeln zu kommen.

 

In diesem Sinne möchten wir ein paar Sätze zum Nachdenken anbieten:

 

Wir sind divers.

Wir werden geboren und vergehen.

Wir können uns verändern.

Wir sind Lebewesen.

Wir brauchen andere Lebewesen.

Wir teilen das meiste.

Wir atmen die selbe Luft.

Wir haben Angst.

Wir kennen Glück.

Wir töten.

Wir rufen ins Leben.

Wir kündigen auf.

Wir sehnen uns.

Wir können nichts festhalten.

Wir können zusammen kommen.

 

Wer sind WIR? Schreibe uns deine Gedanken dazu! #verWIRung #masshalten

 

 

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Risse und Sprünge: Kintsugi ist eine japanische Kunstform, die Bruchstellen nicht vertuscht, sondern mithilfe einer Vergoldung repariert. Können wir die Risse und Spalten unserer Gesellschaft ähnlich behandeln? Wie können wir aus unseren Verletzungen und Niederschlägen lernen – und sie überwinden?

 

      Ist es wichtiger, wo ich herkomme oder wo wir gemeinsam hingehen?

Flucht

Questions related to this item

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  • Wie entsteht Miteinander?
  • Wem oder was schenken wir unsere Aufmerksamkeit?
  • Wie können wir uns in einer Gesellschaft begegnen?
  • Was heißt Integration?
  • Was macht uns neugierig?

Facts & Stories

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Erst Fridays for Future, Donald Trump, der Brexit, jetzt die Pandemie – über die Menschen, die in unser Land geflüchtet oder migriert sind, wird seit 2017 nicht mehr viel auf den Titelseiten der Medien berichtet. Auch nicht über diejenigen, die sich für ihre Integration eingesetzt, ihnen im Alltag mit praktischer Unterstützung zur Seite standen oder sich auf ein gemeinsames Zusammenleben eingelassen haben.

  • Individuelle Sicht von Geflüchteten und die Vielfalt der Lebenslagen (Studie der Robert-Bosch-Stiftung, 2017)
  • Die Zuwanderung nach Deutschland ist hoch: "Kein anderes europäisches Land ist Wohnort so vieler Menschen mit Migrationshintergrund wie Deutschland.“ Deutschland ist „so etwas wie eine Drehscheibe für internationale Wanderungsbewegungen geworden.“
    Quelle: Zukunftsinstitut

 

Geflüchtete oder einfach Menschen, die aus einem anderen Land zu uns kommen, um hier ein neues Leben anzufangen, vielleicht überhaupt einen Chance auf Leben haben möchten, haben nach wie vor eine geringe Teilhabe am politischen, kulturellen und sozialen Leben bei uns. Sie sind nicht sichtbar, werden allerdings im Zuge von Meinungsmache zum Gegenstand von Politik gemacht.

 

Es stellt sich die Frage, wie wir uns einander bekannter machen können. Je neugieriger ich auf mein Gegenüber bin, desto mehr werde ich von ihm/ihr lernen. Die bürokratischen Hürden müssen abgebaut werden, die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Menschen vom Staat gefördert, die Würde des Menschen hochgehalten werden. Wir sollten uns an unsere eigenen Grundsätze und Grundrechte erinnern…

 

Take Action

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Wie können wir zusammenkommen, wenn unterschiedliche Wertvorstellungen und Bedürfnisse aufeinandertreffen? Wir können wir Brücken schlagen und ein neues WIR erschließen – uns zusammenschließen?

 

      Was für dich einordnen ist, bedeutet für mich unterordnen.

gender

Questions related to this item

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  • Wenn Frauen und Männer jeweils eine Kategorie bekommen, warum müssen sich alle anderen zusammen eine Kategorie (divers) teilen?
  • In welchen Situationen ist es wichtig Menschen einem Geschlecht zuordnen zu können?
  • Warum ordnet man Menschen überhaupt einem Geschlecht zu?
  • Wer bestimmt die Kategorien, in die Menschen eingeteilt werden?
  • Müssen wir immer in Schubladen passen?

Facts & Stories

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1. Ausgrenzung

 

Weiblich / Männlich / Divers sind drei Kategorien, in die sich seit 2018 in Deutschland alle Menschen geschlechtlich einordnen lassen sollen. Unter divers werden wiederum nur 'intergeschlechtliche Menschen' gefasst. Intergeschlechtliche oder Inter*-Personen sind, laut Definition, Menschen, die im Hinblick auf ihr Geschlecht medizinisch nicht eindeutig der Kategorie männlich oder weiblich zugeordnet werden können. Das betrifft vor allem die Ausprägung der körperlichen (primären und sekundären) Geschlechtsmerkmale. Der Gesetzgeber hat also bei der Schaffung der 'Dritten Option' trans*-geschlechtliche bzw. nicht-binäre Personen in der Gesetzesbegründung ausdrücklich ausgeschlossen. Trans*-Personen sind Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht oder nur teilweise mit dem Geschlecht übereinstimmt, das ihnen bei der Geburt zugewiesenen wurde.

Quelle: Antidiskriminierungsstelle

Dazu eine Meinung aus der Süddeutschen Zeitung von Dezember 2018.

 

2. Zusammenkommen

 

Die Bremer Rechtswissenschaftlerin Konstanze Plett äußert in einem Interview, dass ein Begriff wie divers nicht ausreicht, um zu erfassen, um was es hier geht. Sie spricht sich z.B. für ein Gesetz aus, dass die geschlechtsangleichende Operation an intersexuellen Neugeborenen verbietet.

Tatsächlich wurde am 26. März 2021 die Anpassung der Geschlechtsmerkmale bei Kindern mit nicht eindeutig zuordenbarem Geschlecht verboten.

Quellen: Weser Kurier ; Spiegel.de ; Zeit.de

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Wie können wir aus der Haltung der Erwartung - an „den Staat“, an „die Anderen“ - hinaus wachsen, er-wachsen werden? Was kann ich, vielmehr was muss ich als Teil einer Gesellschaft tun, damit die verschiedenen Perspektiven zusammenkommen, damit WIR zusammen halten und füreinander einstehen können?

 

      Ich habe eine Chance, wenn du mir eine gibst.

Figur Mensch

Questions related to this item

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  • Welchen Stellenwert haben Zeugnisse?
  • Beweist nur ein Schein, was ich kann?
  • Wann schenkst du jemandem Vertrauen?
  • Was überzeugt, auch ohne Zeugnisse?
  • Wie kannst du deinem Gegenüber helfen zu erkennen, was du kannst?

Facts & Stories

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1. Ausgrenzung

 

Abschlusszeugnisse, Diplome oder Arbeitsnachweise: Ohne die nötigen Dokumente ist es für Ausländerinnen und Ausländer in der Regel nicht möglich, ihre Berufsqualifikationen in Deutschland anerkennen zu lassen. Was aber, wenn diese schriftlichen Nachweise fehlen oder unvollständig sind? Was ist, wenn ihre Beschaffung nicht zugemutet werden kann? Viele Geflüchtete sehen sich mit diesem Problem konfrontiert.

Welchen Stellenwert haben Zeugnisse? Beweist nur ein Schein, was ich kann?

Mit diesem Problem sehen sich allerdings nicht nur Ausländer konfrontiert: Stefan Z. möchte eine Initiativbewerbung abschicken, doch kann keine Zeugnisse vorlegen. Vincent Zeylmans war jahrelang Abteilungsleiter in internationalen Konzernen und kennt sich daher mit deren Rekrutierungspolitik aus. Seine Einschätzung: Die Bedeutung von Zeugnissen soll nicht überbewertet werden. Die meisten Personalleiter und Headhunter sehen diese Dokumente als 'flankierende' Information an. Sprich: Wenn die Bewerbung überzeugt, wird überprüft, ob die Zeugnisse diesen Eindruck bestätigen. Wenn der Lebenslauf nicht anspricht, wird auch ein Zeugnis keinen Sinneswandel herbeiführen.   

Quellen: Zeit Campus ; Süddeutsche Zeitung

 

2. Zusammenkommen

 

Im vergangenen Jahr waren 41 Prozent der Orchestermitglieder in Deutschland weiblichen Geschlechts, Tendenz seit Anfang der Siebzigerjahre kontinuierlich steigend. 1971 etwa waren es sechs Prozent. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung war anfangs, dass Ensembles zunehmend eine damals noch recht neue Gepflogenheit aus den USA übernahmen, die sogenannte blind audition: Orchester begannen damit, Bewerberinnen und Bewerber hinter einem Sichtschutz vorspielen zu lassen, um Geschlechtervorurteile bei der Bewertung des Vortrags zu vermeiden.

Wie kann ich Potenzial erkennen, ohne zu sehen?

Um beim Bewerbungsverfahren großflächig gegen bewusste oder unbewusste Benachteiligung bestimmter Personengruppen vorzugehen, hat die unabhängige Antidiskriminierungsstelle des Bundes im November 2010 ein deutschlandweites Modellprojekt gestartet, in dem verschiedene Unternehmen, Behörden und Kommunen anonymisierte Bewerbungsverfahren getestet haben: auf ein Foto der sich bewerbenden Person, ihren Namen, die Adresse, das Geburtsdatum oder Angaben zu Alter, Familienstand oder Herkunft wird verzichtet. Abgesehen davon können alle üblichen Informationen wie etwa Berufserfahrung, Ausbildung oder Motivation, abgefragt werden.

Quellen: Zeit.de ; Antdiskriminierungsstelle

 

Letztendlich ist die Entscheidung, ob man den Job kriegt oder vergibt oder nicht, eine Sache des Gefühls. Der Funke springt über, die Chemie stimmt. Wann aber springt der Funke über? Was überzeugt, auch ohne Zeugnisse? Wann schenkst du jemanden Vertrauen? Und wie kannst du deinem Gegenüber helfen zu erkennen, was du kannst?

 

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Ohne Arbeit, keine Wohnung - ohne Wohnsitz keine Arbeit. Es kann jede*n treffen. Ursachen dafür gibt es viele und sie sind keineswegs immer vorhersehbar. Was brauchen wir in einer Gesellschaft, deren Herz für Kapital, Wettbewerb und endloses Wachstum schlägt, um die Würde von Menschen, von Kulturen und Naturen zu wahren?

 

     Kann
man Armut
verdienen?

Armut

Questions related to this item

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  • Kann man Armut verdienen?
  • Was passiert, wenn wir hin- statt wegschauen?
  • Was brauchst du, um helfen zu können?
  • Wann gibst du jemanden eine Chance?
  • Was kriegt man, wenn man gibt? 

 

Facts & Stories

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1. Ausgrenzung

In Wien, die Hauptstadt des viertreichsten Landes der EU, sind rund 17 Prozent der Bevölkerung (Stand 2019) armutsgefährdet – Tendenz steigend. Studierende der Universität Wien haben beschlossen, nicht mehr weg, sondern hinzusehen und vor allem zuzuhören: das Ergebnis ist ein Film mit dem Titel „Obdachlos – Zuhause am Rande der Gesellschaft“.

Das Zero-Budget-Filmprojekt der Studierenden gibt Obdachlosen nicht nur eine Stimme – und ein Gesicht –, sondern zeigt auf, wie schnell man auf der Straße landen kann. Schicksalsschläge, wie der Verlust der Arbeit, Wohnung, Familie und/ oder der Gesundheit können mitunter zu Obdachlosigkeit führen, aus der die wenigsten wieder einen Weg raus finden – zumindest nicht ohne Hilfe. Nicole, die viele Jahre auf den Straßen Wiens lebte, betont daher immer wieder, dass der Weg aus der Obdachlosigkeit heraus ohne Dritte nicht möglich ist. Ihre Erklärung, warum viele Menschen wegsehen? „Weil es seelisch belastend ist, hinzusehen."

Quellen: Kurier ; Wiener Tafel

 

2. Zusammenkommen

 

HOUSING FIRST: Die Chance für Obdachlose
„Es gibt hier immer noch das Denken, man müsse den Wohnungslosen erst 'wohnfähig' machen. Die Idee, die Leute vorbehaltlos anzunehmen und ihnen erst einmal Wohnraum zu gewähren, ist in der Praxis noch nicht angekommen.“ Dem möchte Housing First entgegenwirken: Wie der Begriff bereits ausdrückt, wird zuerst Wohnraum zur Verfügung gestellt, bevor andere Unterstützungen angeboten werden. Mit diesem Prinzip haben Städte wie Salt Lake City die Obdachlosigkeit um 78 Prozent reduziert.

Die gemeinnützige Organisation Neue Chance holt diesen Ansatz nach Berlin: Bereits 29 Wohnungslosen konnte auf diesem Weg ein Zuhause vermittelt werden. Auch Bremen nimmt sich an der aus Finnland bekannten Idee ein Beispiel. "Housing First arbeitet mit einem Vertrauensvorschuss", so die SPD-Politikerin Birgitt Pfeiffer, die sich in Bremen für das Projekt einsetzt. "Es gibt den Menschen ihre Würde zurück. Denn zur Menschenwürde gehört auch ein Recht auf Wohnen."

Quelle: EgoFM

 

Was passiert, wenn wir jemanden eine Chance geben? Wann gibst du einen „Vertrauensvorschuss“?

 

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Wie wollen wir zusammen leben? Was braucht die Gesellschaft? Wie geht „Wir“? Und welche Rolle spielt dabei das Maßhalten in unserer Zeit?  Was ist das „rechte Maß“? Wo müssen wir Maß halten, wo ein Maß finden?

Was spaltet die Gesellschaft?

„Weiblich, männlich, divers ... was noch alles?“

Was, wenn sich Natur nicht an unsere Normen hält?

Questions related to this item

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  • Warum steckt der Mensch andere Menschen so gerne in Schubladen?
  • Warum fühlen sich manche Menschen provoziert, wenn jemand anders ist als sie?
  • Wer bestimmt, was normal ist?
  • Ab wann bekommt man eine eigene Schublade?
  • Ist ein Leben ohne Kategorien möglich?

Facts & Stories

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1.
Facebook führte 2014 über 60 Geschlechteroptionen ein und löste damit eine deutschlandweite Debatte über Geschlechteridentitäten aus.
Quellen: Welt.de ; FAZ


2.
Am 10. Oktober 2017 entschied das Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) die Aufnahme eines dritten Geschlechts in das Geburtenregister. Dadurch sind Menschen, die biologisch nicht eindeutig dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, nun nicht mehr gezwungen, sich den Geschlechtern männlich oder weiblich zuzuordnen. Das Gericht bezieht sich dabei auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG).
Quellen: Leitsätze zum Beschluss (BVerfG) ; Dritter Geschlechtseintrag (Cicero)

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Deutschland ist ein Einwanderungsland und ein Land mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, die jedem die größtmögliche Freiheit gewähren soll. Dadurch entstehen in der Gesellschaft viele Subkulturen, die einzelne Regionen oder Stadtviertel, aber auch die Gesellschaft als Ganzes bereichern.

„Freiheit bedeutet, ich entscheide selbst, wann und wohin ich fliege!“

Was, wenn du nur ein Schlauchboot hättest, um davonzukommen?

Questions related to this item

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  • Was geht mich das Leiden Anderer an?
  • Wem gehört die Welt?
  • Welche Bedeutung haben Grenzen für unsere Gesellschaft?
  • Für welche Werte bist du bereit, Privilegien aufzugeben?
  • Dürfen wir alles tun, was wir können?

Facts & Stories

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1.
Mit ca. 12000 Ertrunkenen seit 2016 bleibt der Weg über das Mittelmeer die tödlichste Seeroute der Welt. Eine europäische Einigung für den Umgang mit den Flüchtlingen, die im Mittelmeer gerettet werden, ist weiterhin nicht in Sicht. Ursachen von Migration können u.a. bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen, der Klimawandel, wirtschaftliche oder demographische Gründe sein. 2019 hatten ca. 7,9% aller Bewohner der 27 EU-Mitgliedsstaaten einen Migrationshintergrund, davon 4,9% von außerhalb der EU.
Quellen: Mittelmeer (UNHCR) ; Migrationsursachen (EP)

2.
Deutschlands „World Overshoot Day“, also der Tag, an dem die Menge an Ressourcen verbraucht sind, die die Erde proportional in einem Jahr regenerieren kann, liegt 2020 am 03. Mai. Im restlichen Jahr lebt die deutsche Bevölkerung auf Kosten anderer Länder und zukünftiger Generationen. Tourismus bezogene Transporte machten 2016 22% der weltweit durch Mobilität verursachten Emissionen aus.
Quellen: World Overshoot Day ; Overshoot Day by Country ; Tourismus & Umwelt (UBA) ; CO2 Emissionen Tourismus (UNWTO)

 

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Fehlt eine gemeinsame Identität oder ein gemeinsamer Wertekanon, erschwert dies ein solidarisches Miteinander und die Gemeinschaft zerfällt. Aber was ist diese gemeinsame Identität? Oder gibt es gar eine “Leitkultur”, der wir uns anpassen müssen?

„Wer in Deutschland leben möchte, muss sich anpassen.“

Was, wenn es statt ums Anpassen um eine Bereicherung ginge?

Questions related to this item

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  • Verlieren Einwanderer ihre Identität, wenn sie sich anpassen?
  • Braucht es eine Leitkultur, um sich anpassen zu können?
  • Wo passt du dich im Alltag an Andere an und warum?
  • Leben wir die Werte, die wir von Einwanderern erwarten?
  • Ist Gastfreundschaft ein Teil der deutschen Kultur?

Facts & Stories

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1.
26% der Bevölkerung in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Das heißt, dass die Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit der deutschen Staatsangehörigkeit geboren wurde. 52% der Menschen mit Migrationshintergrund sind Deutsche. Berufe, die besonders häufig von Menschen mit Migrationshintergrund ausgeübt werden, sind: Reinigungskräfte (55%), Altenpflege (30%), Lagerwirtschaft (38%). Unterrepräsentiert sind Menschen mit Migrationshintergrund dagegen in medizinischen Gesundheitsberufen (21 %), in der Lehrtätigkeit an allgemeinbildenden Schulen (11 %) und im Polizeivollzugs- und Kriminaldienst sowie Gerichts- und Justizvollzug (7 %).
Quelle: Bevölkerung mit Migrationshintergrund (DEStatis)


2.
66% der über 70-Jährigen Deutschen sind der Meinung, dass sich Einwanderer kulturell anpassen sollten. Für junge Erwachsene dagegen ist Vielfalt bereits ein Teil der Lebensrealität, da diese häufiger mit Kindern von Einwanderern aufgewachsen sind. Dieser Kontakt verbindet und sorgt dafür, dass sich junge Menschen (Deutsche unter 25 Jahre) offener gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen zeigen. 55% plädieren für ein Aufeinanderzugehen und Zusammenwachsen verschiedener Kulturen in der Einwanderungsgesellschaft, um ein gelingendes Miteinander zu gewährleisten. Im Unternehmenskontext wirkt sich eine hohe Heterogenität der Herkunftsländer von Mitarbeitern positiv auf die Innovationsfähigkeit der jeweiligen Teams aus.
Quellen: Deutschland: Einstellungen zu kultureller Vielfalt (BertelsmannStiftung) ; Positive Auswirkungen von kultureller Vielfalt (BertelsmannStiftung)

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Stell dir vor, alle Menschen um dich herum wären genauso wie du: Was wäre anders? Welche Probleme würden verschwinden, welche neu entstehen? Wäre es für dich wünschenswert, wenn die Menschen mehr wie du wären, oder weniger? Wo bereichert Vielfalt dein Leben, wo ist sie anstrengend?

„Wenn man wirklich will, kann man es schaffen.“

Was, wenn man es nicht schaffen müsste?

Questions related to this item

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  • Warum fragen Menschen beim ersten Kennenlernen so oft nach dem Beruf?
  • Wann hat man "es" geschafft?
  • Bestimmt der gesellschaftliche Wert einer Arbeit, was man verdient?
  • Was sollte ein Mensch in seinem Leben schaffen?
  • Wie viel Ehrgeiz braucht das gute Leben?

Facts & Stories

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1.
2018 lebten in Deutschland 9,1% aller Erwerbstätigen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Das heißt, ihr Einkommen betrug weniger als 60% des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung.
Quelle: Armut trotz Arbeit (Destatis)

2.
Viele der sogenannten "systemrelevanten" Berufe liegen mit ihrem Jahresgehalt teils deutlich unter dem Bundesdurchschnitt aller Beschäftigten (ca. 45.000€). Frauen, die etwa in Pflege und auch im Einzelhandel oder in Apotheken die Mehrzahl der Beschäftigten bilden, verdienen dabei im Schnitt sogar 10 - 20% weniger als ihre männlichen Kollegen.
Quellen: Frauen in systemrelevanten Berufen (Gehalt.de) ; Gehälter systemrelevante Berufe (Gehalt.de)

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Gewalttaten, die gegen Gruppen gerichtet sind, geht oft eine Entweder-Oder-Mentalität voraus: „Gehörst du zu uns oder bist du einer von den Anderen?" Gibt es noch eine dritte Möglichkeit?

„Ausländer sind nun mal krimineller als Deutsche.“

Wann ist das Weglassen von Informationen eine Lüge?

Questions related to this item

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  • Gibt es neutrale Fakten?
  • Welche Rolle spielen Emotionen bei der Suche nach der Wahrheit?
  • Was ist gefährlicher: Lügen oder Bullshit?
  • Warum haben wir Angst vor anderen Meinungen?
  • Wo endet Wissen und wo beginnt eine Meinung?

Facts & Stories

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1.
Sind Ausländer tatsächlich krimineller als Deutsche? Aufgrund der komplexen Datenlage lässt sich diese Frage nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Die Wahrheit entzieht sich unserem Griff, da die Frage zu pauschal gestellt ist. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung tauchen Ausländer zwar häufiger in den Kriminalstatistiken auf, schaut man aber beispielsweise allein auf die Zahlen für anerkannte Flüchtlinge, wird deutlich, dass sie im Jahr 2017 gesetzestreuer waren als Deutsche. Ein anerkannter Flüchtling begeht also statistisch gesehen weniger Straftaten als ein Deutscher.
Quellen: dpa Faktencheck (Welt.de) ; Ausländerkriminalität (bdp) ; Kriminalität im Kontext von Zuwanderung (bka)


2.
Ian McCarthy ist Professor an der Simon Fraser University in Vancouver und erforscht das Konzept von Bullshit. Die Diskussion über Bullshit geht zurück auf den Essay “On Bullshit” des amerikanischen Philosophen Harry G. Frankfurt, der als einer der meistgelesenen philosophischen Fachtexte des 20. Jahrhunderts gilt. Ian McCarthys neueste Studie trägt den Titel "C.R.A.P." (übersetzt "Scheiße"). Dieser Titel steht als Akronym für den richtigen Umgang mit Bullshit.
Quellen: Harry G. Frankfurt (YouTube); Ian McCarthy Interview (N-TV) ; The C.R.A.P. Approach (Researchgate)

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Klischees abstrahieren zwar oft Erfahrungswerte, dahinter verbergen sich aber persönliche Geschichten mit einzigartigen Menschen. Entsprichst du dem Klischee einer Gruppe, der du angehörst? Wer sind für dich „die Anderen“?

„Die hat ja nicht mal einen Abschluss!“

Beweist ein Schein, was ich kann?

Questions related to this item

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  • Wann ist ein Mensch wertvoll für die Gesellschaft?
  • Was sagen Noten aus?
  • Sind “höhere” Abschlüsse auch mehr wert?
  • Ist Bildung immer gut?
  • Was qualifiziert einen Menschen?

Facts & Stories

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1.
Julius Robert Oppenheimer wurde 1904 in New York geboren. Er studierte Chemie und theoretische Physik in Harvard und promovierte in Göttingen. Er schuf die Grundlagen für die Kernphysik und gilt als Erfinder der Atombombe. Nach der ersten Atombombenzündung zitiert Oppenheimer später folgenden Satz: "Jetzt bin ich der Tod geworden, Zerstörer der Welten."
Quellen: Oppenheimer (ARD); Erfinder der Atombombe (DLF); Hexenjadt auf Oppenheimer (SZ)


2.
Bilden Noten ab, welche Fortschritte Schülerinnen und Schüler gemacht haben oder welche Kompetenzen sie besitzen oder sagen sie lediglich etwas über kurzfristige Lerneffekte und –erfolge aus? Sind Noten objektiv, verlässlich, valide und vergleichbar? Das Notensystem in Deutschland geht aus den Klosterschulen der Jesuiten hervor und hatte ursprünglich fünf Noten. Die Note Sechs (ungenügend) wurde 1938 eingeführt, scheinbar da viele Lehrer bei einem fünfstufigen System zum Mittelwert Drei tendierten.
Quellen: Geschichte der Noten (Wissen.de); Aussagekraft von Schulnoten (WDR)

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“Syrer / Mittelschüler / Priester / Männer / Blondinen sind doch alle…”. Pauschalisierende Behauptungen und gruppenbezogene Vorurteile verknüpfen die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit einer Bewertung. Aus einer Beschreibung wird nicht selten eine Beschimpfung.

„Rentner sind nicht mehr systemrelevant.“

Muss man arbeiten, um dazuzugehören?

Questions related to this item

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  • Was bedeutet es, “systemrelevant” zu sein?
  • Wie sähe eine Gesellschaft aus, in der alle systemrelevant sind?
  • Gehört ein Mensch nur zur Gemeinschaft, wenn er relevant ist?
  • Wie kann es dazu kommen, dass sich ein Mensch überflüssig fühlt?
  • Gehen andere Kulturen besser mit ihren Alten um als die Deutschen?

Facts & Stories

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1.
Der Sozialstaat ist ein Konzept, mit dem in einem Land größtmögliche Gerechtigkeit für die gesamte Bevölkerung erreicht werden soll. Der Sozialstaat ist im Grundgesetz in Artikel 20 Absatz 1 und Artikel 28 Absatz 1 unveränderbar festgeschrieben. Ein wichtiger Teil des Sozialstaates ist der Generationenvertrag. Ein Erklärungsmodell, das die Umverteilung der Leistungen der aktuell Erwerbstätigen begründet.
Quellen: Generationenvertrag (bpb) ; Generationenvertrag (Wikipedia) ; Sozialstaat (Wissen.de)


2.
Von 2005 bis 2019 ist die Zahl der erwerbstätigen Rentner*innen um 73% gestiegen. Die Bundesregierung sieht hierin aber kein Indiz für Altersarmut. Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ermittelte vor allem immaterielle Gründe wie Spaß an der Tätigkeit und Kontakt zu anderen Menschen.
Quelle: Erwerbstätigkeit im Alter (Zeit)

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Mit den philosophischen Fragen auf dieser Seite möchten wir mit dir gemeinsam darüber nachdenken, was uns als Gemeinschaft auseinander drängt, ob und wie Vielfalt funktioniert und wieso die einfachen Antworten manchmal so anziehend sind.

„Ich halt mich dran, wenn alle mitmachen“

Welche Rolle spielt deine Entscheidung für die Gemeinschaft?

Questions related to this item

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  • Ist in einer Demokratie auf die Herde Verlass?
  • Fühlt sich jeder Mensch für irgendetwas verantwortlich?
  • Wären wir auch ohne Regeln gute Menschen?
  • Wie viel Macht darf ein einzelner Mensch haben?
  • Wie viel Vielfalt erlaubt der Mainstream?

Facts & Stories

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1.
Wie beim ersten sind auch zum zweiten Lockdown 2020 die Klopapierregale leergekauft. Eine Studie aus dem Jahr 2017 erklärt das Verhalten dahingehend, dass Menschen nicht gerne die Kontrolle verlieren. Passiert es doch, wie in einer Krise, versuchen sie den Zustand zu korrigieren – unter anderem mit dem Kauf von (alltags)stabilisierenden Produkten, die menschliche (und persönliche) Grundbedürfnisse stillen. Auf diese Weise verschaffen wir uns das Gefühl, die Lage im Griff zu haben.
Quelle: Studien zu Hamsterkäufen (Business Insider)

2.
Eine andere Motivation treibt uns beim Schnäppchenjagen, z.B. am Black Friday, an: Menschen imitieren das Verhalten anderer Menschen und diese Multiplikation verselbständigt sich. Dabei scheinen beim Einkauf Qualität und Herkunft (Kinderarbeit, Lohnpolitik, Umwelt…) keine Rolle zu spielen: Je billiger die Produkte sind, desto williger sind die Menschen, Geld auszugeben, weil das Gehirn im Preisnachlass eine Belohnung wittert.
Quelle: "Black-Friday" Psychologie (BR24)

3.
Auch bei der Bewertung von Internet-Inhalten folgen Menschen dem Herdentrieb: schon einmal positiv bewertete Kommentare bekommen häufiger weitere Zustimmung als nicht kommentierte. Generell werden dabei positive Äußerungen eher verstärkt und negative durch positive Kommentierung aufgewertet. "Während sich positiver Einfluss ansammelt und eine Tendenz zu Bewertungsblasen aufweist, wird negativer Einfluss von der Menge der Nutzer korrigiert", so die Forscher eines Experiments.
Quellen: Der Herdentrieb im Internet (ORF) ; Social Influence Bias (Science)

 

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